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24.02.2015

Zufriedenheitsstudie zu EMAS und EMASeasy™


Die WUQM Consulting führte von März bis August 2014 eine Studie zu den Praxiserfahrungen von EMAS zertifizierten Unternehmen durch, die größtenteils durch die WUQM betreut wurden. Hierbei wurde nach der Zufriedenheit und den Schwierigkeiten im Umgang mit der Ecomapping© & EMASeasy™ - Methodik gefragt sowie die Bereitschaft das EMAS Umweltmanagementsystem zu dem integrierten Nachhaltigkeitsmanagement EMASplus weiterzuentwickeln.

Die Studie wurde in Zusammenarbeit mit dem Umweltpsychologen Kai Lenßen (Lenßen&Lenßen) und dem Institut für empirische Sozial- und Kommunikationsforschung I.E.S.K. durchgeführt. Insgesamt wurden bundesweit 28 Unternehmen mit durchschnittlich 123 Mitarbeitern (4 bis 950 MA) aus 22 unterschiedlichen Bereichen befragt. Alle setzen EMAS aktiv um, wobei Ecomapping© (Bestandsaufnahme) von 82 Prozent genutzt wurde oder wird. Für die Einführung gab es drei dominierende Jahre 2007 (14%), 2009 (25%) und 2010 (18%). 

Hohe Zufriedenheit mit EMAS und EMASeasy™

Auf die Frage was gut gelaufen ist bei der Einführung von EMAS, antworteten 82 Prozent der Teilnehmenden, dass die Methode Ecomapping© & EMASeasy™ verständlich und schlüssig war. Vor allem die Mitarbeitereinbindung durch die Befragung und die Bestandsaufnahme bewerteten 89,3 Prozent (25) der Unternehmen als besonders positiv. Die überwiegende Mehrheit (96,4 Prozent) konstatierte die Reduktion von negativen Umweltauswirkungen durch die Entwicklung eines ambitionierten Umweltprogramms als besonders positiv.

Schwierigkeiten ergaben sich in der Anfangsphase durch den zeitlichen Aufwand, die entstandenen Kosten und mangelnde personelle Ressourcen. Gerade hier wurde die externe Unterstützung als hilfreich erachtet u.a. bei der Ermittlung der Umweltaspekte, der Erstellung der Managementsystemdokumentation oder der Umwelterklärung.

EMAS wird anerkannt als Energiemanagementsystem

Da EMAS in vielen Rechtsvorschriften (EDL-G, Strom- und Energiesteuergesetz) als gleichwertig zu einem Energiemanagementsystem nach ISO 50001 anerkannt wird, sind EMAS-Betriebe vielen gesetzlichen Ansprüchen gewachsen.

Weiterentwicklung zu einem Nachhaltigkeitssystem

EMAS legt den Fokus auf die Verbesserung der betrieblichen Umweltbilanz. Gesellschaftlich gefordert wird jedoch seit langem nicht nur ökologische Interessen zu verfolgen, sondern darüber hinaus weitere Ressourcen wie Gesundheit, Mitbestimmung und Chancengerechtigkeit zu bewahren und zu fördern.

Dem Anspruch versucht das erweiterte Programm EMASplus gerecht zu werden. Das Plus steht für die Erweiterung des Umwelt- zu einem Nachhaltigkeitsmanagementsystem mit den Vorgaben des Corporate Social Responsibility (CSR) Ansatzes. Leider fällt die Motivation, zukünftig EMASplus einzuführen, deutlich geringer aus.

Neben einem unklaren Benefit und einer fehlenden Handlungsnotwendigkeit werden antizipierte Kosten und knappe Personalressourcen als Hemmfaktoren genannt. Dabei ist die Verankerung eines ganzheitlichen integrierten Nachhaltigkeitsmanagements eine effektive Strategie zur Minimierung von Risiken und ein Weg sich besser an zukünftige Herausforderungen wie z.B. Verantwortung entlang der Lieferkette oder Anpassung an den Klimawandel.

Haben Sie Interesse an der Zufriedenheitsstudie? Dann können Sie gern die Ergebnisse anfordern. Kontaktieren Sie uns

Vom Denken zum Handeln

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