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02.10.2019

Vereinfachung der Energieauditpflicht - Entlastung der Unternehmen


Der Bundestag hat am 27.06.2019 den Gesetzesentwurf zur Änderung des Gesetzes über Energiedienstleistungen und andere Energieeffizienzmaßnahmen (EDL-G) verabschiedet. Mit einem Inkrafttreten der Änderungen wird im Oktober gerechnet.

Die Gesetzesänderung sieht eine Bagatellschwelle, für Energieauditpflichtige Unternehmen (Nicht-KMU Status >250 Mitarbeiter, Jahresumsatz > 50 Mio. €, Jahresbilanzsumme > 43 Mio. €) mit einem Gesamtenergieverbrauch aller Energieträger von 500.000 kWh oder weniger, vor.

Diese Unternehmen müssen statt eines vollumfänglichen Energieaudits lediglich ausgewählte Basisdaten zu ihrem Energieverbrauch und ihren Energiekosten, über eine nicht öffentliche Onlinemaske, an das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) berichten. Näher wird verlangt, dass die Unternehmen unterhalb der Bagatellschwelle 2 Monate nach dem ein Energieaudit durchgeführt werden müsste, die Basisdaten an das BAFA berichten, dazu gehören: Angaben zum Unternehmen, den Gesamtenergieverbrauch und die Energiekosten.

Nach dieser Eintragung erhalten die Unternehmen Informationen zu Einsparmöglichkeiten und Förderprogrammen zur Steigerung der Energieeffizienz.

Die neuen Berichtspflichten besagen zudem, dass energieauditpflichtige Unternehmen oberhalb der Bagatellschwelle spätestens 2 Monate nach der Durchführung eines Energieaudits, über eine nicht öffentliche Maske, ausgewählte Basisdaten aus dem Beratungsbericht an das BAFA übermitteln müssen. Dazu gehören u.a. der Gesamtenergieverbrauch, die bestehenden Energiekosten, identifizierte Maßnahmen einschließlich der Angabe der Investitionskosten und der Einsparungen sowie die Kosten des Energieaudits (§ 8c).

Die Änderung des EDL-G sieht zudem vor, die Qualifikation von Energieauditoren zu verbessern, um eine möglichst hohe Qualität der Beratung und der Auditberichte zu gewährleisten. Dafür wird eine Pflicht zur Fort- und Weiterbildung eingeführt. Energieauditoren und Energieberater müssen sich beim BAFA registrieren und ihre Qualifikation nachweisen (§ 8b).

Unternehmen, die ein Umweltmanagementsystem nach EMAS-Verordnung oder ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001 eingeführt haben, sind von der Energieauditplicht befreit. Sie müssen lediglich ihren Nachweis über die EMAS Eintragung oder das ISO-Zertifikat an das BAFA übermitteln. Diejenigen, die planen ein solches System einzuführen, müssen spätestens nach zwei Jahren eine gültige Eintragung ins EMAS-Register oder ein Zertifikat nach der ISO 50001 nachweisen.

Die WUQM unterstützt Sie bei der Einführung von EMAS und/oder ISO 50001 und führt qualifizierte Energieaudits mit zugelassenen BAFA Beratern durch. Bei Fragen kontaktieren Sie gern unsere Ansprechpartner im Bereich Energiemanagement.

Pressemeldung des BMWI zur Änderung der Energieauditpflicht >>>