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17.09.2020

Mobilitätsbezogener CO2-Fußabdruck der WUQM


Berechnung und Bewertung am Beispiel eines Dienstleisters

Es ist wissenschaftlicher Konsens, dass von Menschen verursachte Emissionen die treibende Kraft hinter dem Klimawandel darstellen. Dabei steht insbesondere der Ausstoß von Kohlenstoffdioxid im Fokus.

Schon im Jahr 1998 wurde vom World Business Council for Sustainable Development (WBCSD) und dem World Resources Institute (WRI) deshalb ein Standard entwickelt, mit dem die CO2-Emissionen einer Organisation systematisch und ganzheitlich erfasst und beschrieben werden können.

Auf den Anforderungen dieses "Greenhouse Gas Protocol" basiert auch die Normenreihe ISO 14064 ff. mit der ein Unternehmen seinen CO2-Fußabdruck ermitteln soll.

Fallbeispiel: Mobilitätsbezogener CO2-Fußabdruck

Die WUQM Consulting hat jetzt einen Teilaspekt ihres CO2-Fußabdrucks für 2019 nach dem Greenhouse Gas Protocol berechnet und präsentiert die Ergebnisse beispielhaft in einem Leitartikel zum Thema "Klimaschutz im Unternehmen", der im IHK-Magazin Wirtschaft in Ostwürttemberg in Ausgabe 09/2020 erschienen ist.

In diesem Artikel soll beispielhaft ein Teilaspekt des CO2-Fußabdrucks eines kleinen Dienstleistungsunternehmens vorgestellt werden. Die Situation stellt sich 2019 wie folgt dar: Der Fuhrpark besteht aus zwei PKW, einem Hybridfahrzeug mit Benzinmotor und einem Dieselfahrzeug. Der Kraftstoff- und Stromverbrauch der PKW und die daraus ermittelten THG-Emissionen werden aufgezeichnet und den Scopes 1 bis 3 zugeordnet. Neben den jährlichen Verbräuchen bei der Nutzung sollen jetzt auch die Vorketten mit der Herstellung der Fahrzeuge in die Betrachtung einfließen.

Für die WUQM Consulting ergeben sich als CO2-Fußabdruck der autobezogenen Mobilität für die Anfahrten zum Firmensitz, die Dienstreisen und die Emissionen aus der Vorkette (Kfz-Herstellung entspricht Scope 3) insgesamt 19,9t CO2-Äquivalente. Die anteilige Zusammensetzung zeigt Abbildung 1 (siehe Artikel S. 2).

 

 

 

Es zeigt sich, dass die Vorkette bzw. Herstellung der Firmenfahrzeuge mit 44 Prozent einen beträchtlichen Anteil am CO2-Fußabdruck der autogestützten Mobilität hat. Da diese Emissionen hier anteilig über die Nutzungsdauer der Fahrzeuge angerechnet werden (z.B. Leasingvertrag mit 3 Jahren Laufzeit), kann schon eine Verlängerung der Nutzungsphase zu einer signifikanten Reduzierung der jährlichen CO2-Emissionen führen.

Ein wichtiger Hebel zur klimafreundlichen Neuorganisation des Fuhrparks ist der Ausbau der E-Mobilität, vorausgesetzt es wird konsequent zertifizierter Ökostrom zum Laden der Hybrid- oder vollelektrischen Fahrzeuge genutzt.

Die Erkenntnis, dass eine Fahrt mit der Bahn klimafreundlicher ist als eine Dienstreise mit dem Auto oder Flugzeug, überrascht niemanden mehr. Jedoch zeigt eine Visualisierung der CO2-Emissionen und deren direkter Vergleich auf einfache Weise, wie Klimaschutz schon durch kleinere Anpassungen im Mobilitätskonzept eines Unternehmens verwirklicht werden kann.

Fazit und Ausblick

Die Ermittlung des individuellen CO2-Fußabdrucks lohnt sich für alle Unternehmen, die ihre Umwelt- und Klimaschutzleistung ihren interessierten Parteien gegenüber transparent und glaubwürdig darstellen möchten. 

Aus der betrieblichen CO2-Bilanz lassen sich in der Folge konkrete Reduktions- und Vermeidungsmaßnahmen identifizieren und ableiten. Die nicht vermeidbaren CO2-Emissionen des Unternehmens können und sollten abschließend durch zertifizierte Klimaschutzprojekte kompensiert werden, die wiederum Voraussetzung für die sogenannte "Klima- oder Treibhausgasneutralität" sind.

Der vollständige Artikel kann hier heruntergeladen werden >>> Kohlenstoffdioxid auf der Spur <<<