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18.03.2022

Energie- und CO2-Einsparungen - im Schnitt sind 10 % „aus dem Stand“ möglich!


Ein solches ungedämmtes Ventil kann pro Jahr Kosten von über 600 Euro verursachen. www.eiif.org/tipcheck/tesla-example

Zur Dekarbonisierung der Industrie übt die Regierung Druck aus: Es werden nicht nur jedes Jahr weniger kostenlose CO2-Zertifikate zugeteilt, sie werden auch zunehmend teurer. Kostete das Emissionsrecht für eine Tonne CO2 in 2013 noch 3 US-Dollar, waren es in 2022 bereits über 90 US-Dollar – eine Preissteigerung von 3.000 %. Hinzu kommen noch die stetig steigenden Energiekosten, die vor Kurzem durch geopolitische Auseinandersetzungen nochmals deutlich angezogen haben.

Dabei ist eine schnelle, einfache und kostengünstige Einsparung von Energie und CO2 möglich: In der Deutschen Industrie verursachen ungedämmte Anlagenteile in betriebstechnischen Anlagen jährlich einen vermeidbaren Energieverlust von 40 Milliarden Kilowattstunden und somit 10 Millionen Tonnen CO2. Waren die hierfür notwendigen Dämmmaßnahmen in der Vergangenheit noch wirtschaftlich unattraktiv, sind sie, aufgrund der aktuellen Rohstoff- und Emissionspreise, meistens bereits nach nur einem Jahr bezahlt: Die Investition amortisiert sich demnach bereits ein Jahr, nachdem sie getätigt wurde und generiert dem Unternehmen von da an jährlich Kapital in Form von Einsparungen. Die Datenlage ist eindeutig: Bereits über 2.500 durchgeführte Energieaudits in Industrieanlagen (sogenannte TIPCHECKs) bestätigen diese Annahmen. Ausnahmslos jedes der durchgeführten Energieaudits konnte Möglichkeiten zur Erhöhung der Energieeffizienz und so der Einsparung von Energie und CO2 aufzeigen. Die teilnehmenden Unternehmen sparen jährlich über 30 Millionen Euro.

Um diese Einsparpotenziale zu finden, korrekt kalkulieren sowie durch geeignete Maßnahmen umsetzen zu können, bietet die WUQM eine Bandbreite an Möglichkeiten für KMU und Großunternehmen. Hierzu gehören z.B. Energieaudits (nach DIN EN 16247-1), die den energetischen IST-Zustand eines Unternehmens erfassen und anschließend maßgeschneiderte Optimierungsmöglichkeiten anbieten. Zudem gehören auch die Erfassung elektrischer Verbraucher, die Optimierung von prozessbegleitenden Installationen (z.B. Druckluft) sowie die Prüfung der Umsetzbarkeit von erneuerbaren Energieträgern auf dem Firmengelände dazu. Hilfe bei der Umsetzung der Maßnahmen sowie die Recherche passender Fördermittel ist ebenfalls im Umfang enthalten. Bei korrekter Beantragung übernimmt der Staat sogar bis zu 80 % der Kosten eines solchen Energieaudits!

Die WUQM bildet zudem in einer vierstündigen Online-Weiterbildung betriebseigene Angestellte zur Durchführung von Energieaudits aus. Dabei wird der Umgang in neue digitale Techniken und Tools geschult, die die Identifikation, Kalkulation und Dokumentation von Einsparmaßnahmen ermöglichen. Der Vorteil hierbei ist, dass Angestellte aus dem eigenen Betrieb ihr Unternehmen am besten kennen und über die Online-Weiterbildung das notwendige Training erhalten, um Energieaudits selbst durchführen zu können.

Kontaktieren Sie uns, wenn Sie Fragen haben!

Quellen:

Fact Sheet_2021_Germany_DE.pdf (eiif.org)

EiiF_Study_2021.pdf